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Umweltressort ist ein Blog zu Umwelt- und Energiethemen. Gestartet von den Studenten Michael Hammerl und Jonas Achorner berichtet er über Landwirtschaft, Energieformen, Mobilität, Verschmutzung und den Klimawandel.

Zwei Fragen stellt der Autor Oliver Morton zu Beginn seines Buches „The Planet Remade“: „Glauben Sie, dass es aufgrund der Risiken des Klimawandels ernsthafte Aktionen benötigt, diesen zu mindern?“ Aber auch: „Denken Sie, dass es sehr schwierig wird die industriellen Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis zum Nullpunkt zu senken?“

Beide Fragen beantwortete Morton mit Ja. Die Gefahren durch den Klimawandel – sei es das Steigen des Meeresspiegels, Veränderungen der Vegetations-und Klimazonen, Dürre und dadurch verursachte Vertreibung von Menschen – sind ernsthaft genug, um gegen diese vorzugehen und ja, es wird sehr schwierig die Emissionen einzuschränken. 2012, führte Morton an, wurde immer noch 81 Prozent des Energiebedarfs von fossilen Brennstoffen gedeckt, während nur drei Prozent von Wind, Solar und Wasserkraft produziert wurden.

Morton argumentierte, dass der Übergang zu einer erneuerbaren Energiegewinnung zu langsam, die aktuellen Möglichkeiten den Klimawandel einzugrenzen zu gering seien. In seinem Buch geht er auf eine Alternative ein: Geo-Engineering, der künstliche Eingriff in den Organismus des Klimas der Erde, sei es durch eine vorsätzliche „Kühlung“ oder der Speicherung von CO2.

Über Jahrhunderte haben die Industriestaaten ihre Wirtschaft auf dem Rücken der Umwelt wachsen lassen. Schwellenländer und Entwicklungsstaaten zogen teilweise nach und emittieren nun kräftig. Während vor der Industriellen Revolution die Zahl der Kohlenstoffdioxidteilchen bei 280 Teile von einer Million (ppm) lag, ist sie heute bei fast 400 ppm.

Mit dem Abkommen von Paris soll ein neuer Abschnitt in der Klimapolitik beginnen

Mit dem Abkommen von Paris soll ein neuer Abschnitt in der Klimapolitik beginnen

Ende 2015 hat die UN-Klimakonferenz in Paris das Ziel vorgegeben, die Erwärmung der Erde bis 2100 „weit unter“ zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Alle Staaten des Konvents haben diesem Ziel zugestimmt. Ein historisches Abkommen. Denn wie auch Morton schreibt: „der Klimawandel ist ein unabsichtliches Produkt menschlichen Schaffens. Nun muss der Mensch ihn absichtlich einschränken.“ Doch wie? Und mit welchen Folgen?

Im Sommer 2015 haben wir begonnen, Umweltressort zu konzipieren. Unsere Sachkenntnis über Umwelt- und Energiethemen ging kaum über das Allgemeinwissen hinaus. Aber wir hatten viele Fragen:

Wie werden wir in 2050 fast 10 Milliarden Menschen ernähren, ohne unsere Umwelt zu zerstören? Wie werden wir in Zukunft produzieren, verpacken, konsumieren, wenn sich Tonnen an Plastikmüll anhäufen? Wie produzieren wir Strom, wir bewegen wir uns fort, wie kühlen und heizen wir? Wie und welche Stoffe nutzen wir, was trinken, was atmen wir? Wir standen vor denselben Fragen, wie Morton: Wie können wir den Klimawandel einschränken? Wie weit dürfen wir in das Ökosystem der Erde eingreifen?

Je mehr wir begannen uns mit diesen Fragen zu befassen, uns in Themen hineinzulesen, desto mehr neue Fragen stellten wir uns. Heute sind all diese Fragen, die Fragen von Umweltressort. Weltweit werden sie von Menschen auf die eine oder andere Art und Weise beantwortet. Unser Ziel mit Umweltressort ist es, ihre Antworten zu zeigen, sie zu hinterfragen und sie in Relation zu setzen. Durch Recherche, Zusatzinformationen und den Versuch der vereinfachten Darstellung komplexer Sachverhalte wollen wir unser Leserschaft alternative Sichtweisen übermitteln, die Möglichkeit zur Meinungsbildung geben oder ein Informationskanal für Umwelt- und Energiethemen sein. Wir wollen mit unseren LeserInnen Neues lernen, ihnen Impulse geben, ihnen analytisch und neutral verschiedene Aspekte mitgeben.

Wir sind Späteinsteiger in Diskussionen, die schon lange geführt werden. Die Frage, ob es nötig ist, in dieser Vielzahl an Angeboten mit Umweltressort einen weiteren Informationskanal für Umwelt- und Energiethemen zu gründen, ist durchaus berechtigt. Wir denken ja. Mit unserem Blog wollen wir nicht nur unser Interesse, unsere Faszination teilen, wir wollen Sichtweisen und Diskussionen analysieren und dabei Neues vorstellen. Wir wollen Auswirkungen im Kleinen aufzeigen und sie in den großen Kontext stellen. Unser Blog soll in die Tiefe gehen und sich journalistisch mit alternativen Fragen zu Umwelt und Energie auseinander setzen.

Mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Energie, Mobilität, Umweltrecht, Verschmutzung, Wasser und Klimawandel wollen wir über das menschliche Schaffen und Wirtschaften mit seinen Auswirkungen auf die Umwelt berichten. Wir wollen das Machbare diskutieren und über das Revolutionäre nachdenken.

Dabei hoffen wir sehr, dass unsere Leserschaft diesen Weg mit uns beschreitet

 

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