Jonas Achorner

Als Tiroler hat man es in Wien nicht leicht. Zumindest dem Vorurteil nach. Die Großstadt im Becken der Donau wird gegen die Berge und Täler getauscht. Die idyllische Natur verlassen um den Beton der Stadt unter seinen Füßen zu spüren. So der Tenor.

Seit über einem Jahr studiere ich in Wien Journalismus und Medienmanagement, zuletzt habe ich ein Auslandssemester in Amsterdam beendet. Journalismus ist meine Leidenschaft, Medien mein Hobby. Es wäre typisch als Journalist, der sich mit Umwelt- und Energiethemen auseinandersetzt, zu behaupten, ich wäre der Natur stets äußerst verbunden gewesen. Aber ich würde lügen. Als Kind und Jugendlicher bin ich nicht am liebsten im Gras gelegen und hab auch nicht am liebsten draußen gespielt. Ich war eigentlich kein Naturbursch.

Ich-schwarz-weißStattdessen stand ich in vielen Belangen der Natur ziemlich indifferent gegenüber. Ich hab Natur konsumiert, ohne großen Hintergedanken, ohne viel Nachfragen, obwohl mir ihre Bedeutung eigentlich bewusst war.

Es gab auch nicht ein großes Ereignis, das meine Einstellung zu ihr änderte. Es war mehr ein schleichender Prozess. Kurz vor dem Ende meine Schulzeit hab ich begonnen mich mit Themen, wie Klimawandel und Agrikultur auseinander zu setzen, durch den Unterricht stieg mein Interesse an alternativen Energieformen. Von der Wasserkraft, Solar- und Windenergie zur Atomkraft bis hin zu Themen, wie Luft- und Umweltverschmutzung. Unser Einfluss auf die Natur, der Einfluss, den sie auf unsere Wirtschaft, unser Leben hat – mein Interesse war geweckt.

Natur ist für mich zu einem Begriff geworden, der vieles umfasst. Ihre Ressourcen ermöglichen uns Technik, Nahrung, Energie, eine Lebensgrundlage. Wie wir mit Natur umgehen, was wir aus und mit ihr machen, sind Fragen, die ich mit Umweltressort journalistisch aufarbeiten möchte. Für mich sind sie die großen Fragen der Zukunft, auf die es viele kleine Antworten gibt: Wie werden wir in Zukunft Strom, Wärme, Energie erzeugen? Was essen wir und wie wird es produziert? Was atmen wir? Um nur einige, der vielen Fragen zu nennen.

Die Schönheit der Natur ist unumstritten. Wie wir Natur verändern dürfen oder erhalten können, sind die Diskussionen, die ich verfolgen möchte. Mit Umweltressort will ich nach Antworten suchen und dabei meine Faszination für diese Fragen teilen. Egal, ob in der Großstadt oder den Bergen der Peripherie, ich lade Sie ein uns zu begleiten.

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